Die 31. Bündniswerkstatt widmete sich der angespannten Lage im brandenburgischen Wohnungsbau. Annika Dittrich (Bauindustrieverband Ost e.V.) und Reinold von Thadden (Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg e.V.) gaben einen Einblick in sinkende Bauvolumina, Beschäftigungszahlen und Umsätze – inklusive Rück- und Ausblick. Jan Kretzschmar (KW-Development GmbH) lieferte Impulse aus Sicht privater Projektentwickler:innen und wies auf Aktivierungsmöglichkeiten für Bauherr:innen hin. Matthias Brauner (BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V.) und Lars Eichert (Haus & Grund Brandenburg e.V.) kommentierten die aktuelle Lage aus Sicht ihrer jeweiligen Verbände. Sandra Harnisch (MIL, Referat 23) berichtete von erstem Feedback aus den Kommunen zur Nutzung des Bau-Turbos – insbesondere in Hinblick auf die Frage, ob bereits eine spürbare Aktivierung von Bauland seit Einführung der Gesetzesnovelle erkennbar sei. Abschließend präsentierte Arnt v. Bodelschwingh (RegioKontext) Folien vom Wohnungsbautag 2026 „Wohnungsmarkt in Deutschland – Bedarf und Erleichterung“.
Die zentralen Botschaften der 31. Bündniswerkstatt lauten:
- Im Baugewerbe gibt es vorsichtige Erholungszeichen. Gleichzeitig bleibt die Situation volatil: geopolitische Unsicherheiten und steigende Energiepreise könnten erneut Investitionen bremsen und Baukosten erhöhen.
- Der neue Bauturbo schafft dringend benötigte Ermessensspielräume. Gleichzeitig führt er in vielen Kommunen zu Unsicherheiten und Mehraufwand. Klare Leitlinien können helfen – doch entscheidend ist der Mut, die neuen Möglichkeiten auch wirklich zu nutzen.
- Passgenauer Neubau im Quartier kann Bewegung ins Umzugsgeschehen bringen und so dafür sorgen, dass Wohnflächen besser verteilt sind. Brandenburg liefert hierfür bereits überzeugende Beispiele. Jetzt braucht es den Abbau von Hürden und zielgerichtete Lösungen für die Aktuer:innen vor Ort.
Annika Dittrich, Bauindustrieverband Ost e.V.

Matthias Brauner, BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V.

